Radiologie Ottobrunn, München
Radiologie Ottobrunn - Die sanfte Diagnostik

Alzheimer Demenz Check durch offene Hochfeld-MRT

Alter und Gehirn

Jeder Mensch verliert mit zunehmendem Alter langsam an Hirnsubstanz. Dieser Prozess gesunden Alterns ist in der Regel mit einer Verlagerung von Stärken und Schwächen der geistigen Leistungsfähigkeit verbunden, ohne wesentlich einzuschränken.

Alzheimer-Demenz und Risikofaktoren

Ganz anders sind die Einschränkungen im Falle einer neurodegenerativen Erkrankung, wie zum Beispiel der Alzheimerschen Krankheit, wo es zu massiven Einbußen kommt. Grundlage dafür ist ein erheblich beschleunigter Verlust von Hirnsubstanz, der schließlich bei jedem zur Demenz führen kann.

Den größten Risikofaktor stellt das Alter dar. Im Mittel stellt sich bei etwa jedem dritten Menschen über 65 Jahren eine durch Krankheit bedingte Demenz ein. Bei jüngeren Menschen, in der Altersgruppe der 45- bis 65-jährigen, ist jeder Tausendste bereits betroffen. Aber auch Depression, Diabetes, Rauchen oder familiäre Vorbelastung tragen zur Erhöhung des Alzheimer-Risikos bei.

Bis es bei den Betroffenen zu Einschränkungen kommt, ist schon verhältnismäßig viel Hirnsubstanz verloren, da das Gehirn den Verlust sehr lange kompensieren kann. Die Alzheimer-typischen Veränderungen im Gehirn beginnen in der Regel mehrere Jahre vor dem Auftreten erster milder Symptome, wie Gedächtnisstörungen und geistiger Leistungsabfall.

Vorteile einer Risikoabschätzung der Alzheimer Demenz

Alzheimer kann heute noch nicht geheilt werden. Wird die Krankheit jedoch in einer Frühphase entdeckt können Symptome effektiv gelindert werden. Grundsätzlich gilt bei einer Alzheimer-Erkrankung, je früher die Diagnose gestellt wird, desto erfolgreicher kann therapiert werden.

Eine genaue Messung der Hirnsubstanz ermöglicht den frühen Nachweis altersuntypischer Abbauprozesse und somit eine Risikoabschätzung neurodegenerativer Erkrankungen noch vor dem Auftreten von dementiellen Symptomen. Bei festgestelltem Risiko ist eine ergänzende Diagnostik zur Differenzialdiagnose neurodegenerativer Erkrankungen notwendig, welche durch spezialisierte Neurologen oder in Gedächtniszentren durchgeführt werden.

Unser Zentrum arbeitet eng mit entsprechenden Fachärzten zusammen, um den betroffenen Patienten eine geschlossene Versorgungskette von Risikoabschätzung, Diagnose und Therapie anbieten zu können. Dies ist besonders wichtig, da durch eine frühe Diagnose wichtige Jahre für Therapien und vorbeugende Maßnahmen gewonnen und Risiken verringert werden können. Denn unser gemeinsames Ziel ist die frühe Behandlung der Erkrankung.

Im günstigsten Fall besteht kein Risiko, dann werden die subjektiv empfundenen Gedächtnisstörungen durch andere Faktoren, wie Gefäßerkrankungen, Vitaminmangel, Fehlernährung, Depression, Stress oder anderen Erkrankungen hervorgerufen. In diesem Fall bieten wir dem Betroffenen in Kooperation mit MedPrevent eine auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Behandlungskonzept.

 

Wie wird untersucht?

Im offenen Hochfeld Kernspintomographen werden hochauflösende Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)-Aufnahmen des Kopfes gemacht und nach Frühwarnzeichen gesucht. Da die Änderungen sehr klein sind, werden die hochpräzisen Hirnvolumenmesssungen mit anerkannten, modernsten Methoden der computergestützten Bildverarbeitung und Statistik ("BrainCheck Precision+") bearbeitet.

Besonders aussagekräftig ist die Volumenbestimmung der Hirnsubstanz, wenn sie in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Durch direkten Vergleich mit Voruntersuchungen können auch kleinere Veränderungen noch zuverlässiger nachgewiesen werden.

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Wie soll man sich für die Untersuchung vorbereiten?

Das im Untersuchungs-Gerät bestehende Magnetfeld zieht alle metallischen oder metallhaltigen Gegenstände an; das beinhaltet Prothesen, Implantate wie Schrauben und Platten, Schmuck, Haarnadeln, Brillen, Hörgeräte und Geldmünzen. Soweit wie möglich müssen diese in der Kabine abgelegt werden. Prothesen und Implantate neueren Herstellungsdatums enthalten in der Regel keine magnetisierbaren Metalle und sind für die Untersuchung geeignet.

Nicht entfernbare Metallteile, die sich im Körper befinden, wie z. B. Metallsplitter, können sich innerhalb des Körpers bewegen und je nach Lokalisation zu Verletzungen führen. Rote Farbstoffe, die bei Tätowierungen und Permanentlidstrichen verwendet werden, können Eisenoxid enthalten und sich deshalb während der Untersuchung erwärmen.
Vor der Untersuchung kann normal gegessen und getrunken werden. Einige Patienten werden sich möglicherweise im MR-Gerät beengt fühlen, und man wird Ihnen auf Wunsch / nach Bedarf ein Beruhigungsmittel verabreichen. Das ist allerdings nur bei Patienten mit Begleitperson möglich, da die Verkehrstauglichkeit danach eingeschränkt ist.

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Wann kann die MRT nicht durchgeführt werden?

Absolute Kontraindikationen für eine MRT-Untersuchung sind sämtliche elektronischen Implantate, d.h. Herzschrittmacher, Neuro-Stimulatoren (spinal oder zerebral), subkutan implantierte Insulin-Pumpen, Cochlea-Implantate, ältere Mittelohr-Implantate (Teflon- und Goldimplantate sind unproblematisch) etc.
Erhöhte Vorsicht ist geboten bei intraoperativ eingebrachten Metallclips und bei allen Arten von künstlichen Herzklappen. Unter Umständen benötigen wir eine Kopie des Operationsberichts, der eine exakte Typenbezeichnung des implantierten Materials enthält.
Eine Frühschwangerschaft (erste 3 Monate) ist eine relative Kontraindikation.
Sollte bei ihnen keine MRT durchgeführt werden können, steht in den meisten Fällen die Computertomographie als Alternative zur Verfügung.
Bei Fragen dazu stehen wir selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

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Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Der/die RöntgensassistentIn positioniert Sie bequem auf dem Untersuchungstisch und legt die zu untersuchende Körperregion in eine Spule, die als Sender und Empfänger der Radiowellen dient.
Da es während der Aufnahmen (Sequenzen) laut wird, bekommen Sie von der/dem RöntgenassistentIn unmittelbar vor dem Beginn der Untersuchung einen Kopfhörer aufgesetzt. Sie bekommen einen Notfallball in die Hand, mit dem Sie die Untersuchung im Notfall sofort abbrechen können. Über eine Sprechanlage können Sie und der/die RöntgenassistentIn jederzeit miteinander sprechen. Das Untersuchungsteam kann Sie immer sehen.
Je nach Untersuchungsregion werden Sie mit dem Kopf oder mit den Füßen zuerst in das Untersuchungsgerät gefahren. Eine normale Untersuchung dauert ca. 20 Minuten.
Manchmal wird ein Kontrastmittel benötigt, dieses wird dann während der Untersuchung in eine Arm-Vene injiziert (gespritzt). Das Kontrastmittel macht Blutgefässe besser sichtbar, indem es den Kontrast zum umgebenden Gewebe verstärkt. Damit können sowohl Blutgefässe wie auch stärker durchblutetes Gewebe hervorgehoben werden.

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Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Alzheimervorsorge finden Sie auf www.alzheimer-vorsorge.de.

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