Radiologie Ottobrunn, München
Radiologie Ottobrunn - Die sanfte Diagnostik

Ganzkörper-Check zur MRT des ganzen Körpers

Gefäßerkrankungen sind die Todesursache Nr. 1 in Deutschland. Jedes Jahr erleiden rund 280.000 Menschen einen Herzinfarkt oder Schlaganfall als Folge von Gefäßproblemen, der Arteriosklerose.
Die zweithäfigste Todesursache sind die Krebserkrankungen mit ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen. Die Zahl aller jährlich auftretenden Neuerkrankungen an Krebs in Deutschland wird auf ca. 400 000 Erkrankungen bei Männern und Frauen geschätzt.

Wann wird eine MRT des ganzes Körpers durchgeführt?

Viele Menschen wollen oder müssen sich ganz durchchecken lassen. Hierfür ist auf Strukturebene die Ganzkörper-MRT geeignet. Sie ist geeignet:

• als Krebs-Vorsorgeuntersuchung
• zur Erkennung von systemischen Erkrankungen (z.B. Lymphome, Metastasen)
• als Vorsorgeuntersuchung für das komplette Gefäßsystem (mit
   Ausnahme der Herzkranzgefäße)
• zur Schlaganfallrisikofrüherkennung

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Welche Möglichkeiten bietet die Ganzkörper-MRT?

In der Ganzkörper-Magnetresonanztomographie kann der gesamte Körper zur Suche nach Fehlbildungen, verborgenen Entzündungsherden, Organvergrößerungen, oder einer Tumorerkrankung in einer einzigen Untersuchung abgebildet werden sowie das komplette Gefäßsystem (mit Ausnahme der Herzkranzgefäße) zur Erkennung von evtl. Verengungen (Stenosen) oder Aussackungen (Aneurysmen) erfasst werden.

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Wie soll man sich auf die Untersuchung vorbereiten?

Das im Untersuchungs-Gerät bestehende Magnetfeld zieht alle metallischen oder metallhaltigen Gegenstände an; das beinhaltet Prothesen, Implantate wie Schrauben und Platten, Schmuck, Haarnadeln, Brillen, Hörgeräten und Geldmünzen. Soweit möglich müssen diese in der Kabine abgelegt werden. Prothesen und Implantate neueren Herstellungsdatums enthalten in der Regel keine magnetisierbaren Metalle und sind für die Untersuchung geeignet.

Nicht entfernbare Metallteile, die sich im Körper befinden, wie z. B. Metallsplitter, können sich innerhalb des Patienten bewegen und je nach Lokalisation zu Verletzungen führen. Rote Farbstoffe, die bei Tätowierungen und Permanentlidstrichen verwendet werden, können Eisenoxid enthalten und sich deshalb während der Untersuchung erwärmen.
Vor der Untersuchung kann normal gegessen und getrunken werden.

Einige Patienten werden sich im MRT-Gerät beengt fühlen. Hier besteht die Möglichkeit das offene MRT-Gerät zu nutzen oder sch ein Beruhigungsmittel verabreichen zu lassen. Das ist allerdings nur bei Patienten mit Begleitperson möglich, da die Verkehrstauglichkeit danach eingeschränkt ist.

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Wann kann MRT nicht durchgeführt werden?

Absolute Kontraindikationen gegen eine MRT-Untersuchung sind sämtliche elektronischen Implantate, d.h., Herzschrittmacher, Neuro-Stimulatoren (spinal oder zerebral), subkutan implantierte Insulin-Pumpen, Cochlea-Implantate, Ältere Mittelohr-Implantate (Teflon- und Goldimplantate sind unproblematisch)etc. Erhöhte Vorsicht ist geboten bei intraoperativ eingebrachten Metallclips und bei allen Arten von künstlichen Herzklappen. Unter Umständen benötigen wir eine Kopie des Operationsberichts, der eine exakte Typenbezeichnung des implantierten Materials enthält.
Frühschwangerschaft (erste 3 Monate ) ist eine relative Kontraindikation. Sollte bei ihnen keine MRT durchgeführt werden können, steht in den meisten Fällen die Computertomographie als Alternative zur Verfügung.
Bei Fragen dazu stehen wir selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

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Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

Der/die RöntgensassistentIn positioniert den Patienten bequem auf dem Untersuchungstisch und legt eine Spule, die als Sender und Empfänger der Radiowellen dient, auf.
Da es während der Aufnahmen (Sequenzen) laut wird, bekommt der Patient von der/dem RöntgenassistentIn unmittelbar vor Beginn der Untersuchung einen Kopfhörer aufgesetzt. Der Patient bekommt einen Notfallball in die Hand, mit dem er die Untersuchung im Notfall sofort abbrechen kann. Über eine Sprechanlage können Patient und der/die RöntgenassistentIn jederzeit miteinander sprechen, das Untersuchungsteam kann den Patienten immer sehen.
Je nach Untersuchungsregion wird der Patient mit dem Kopf oder mit den Füßen zuerst in das Untersuchungsgerät gefahren. Eine normale Untersuchung dauert ca. 40 Minuten.
Manchmal wird ein Kontrastmittel benötigt, dieses wird dann während der Untersuchung in eine Arm-Vene injiziert (gespritzt). Das Kontrastmittel macht Blutgefässe besser sichtbar, indem es den Kontrast zum umgebenden Gewebe verstärkt.

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Was empfindet man während der Untersuchung?

Die Untersuchung ist völlig schmerzfrei. Während der Aufnahmen ist ein Klopfgeräusch zu hören. Die beengende Lage im Untersuchungsgerät ist nicht angenehm - wir empfehlen Ihnen daher, die Augen während der Untersuchung geschlossen zu halten und sich so gut es geht zu entspannen. Außerdem sind wir natürlich bemüht, die Untersuchungszeit so gering wie möglich zu halten, hierbei hilft uns der Einsatz allerneuester Gerätetechnologie.

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Wer wertet die Untersuchungsergebnisse aus?

Der Radiologe wertet die bei der Untersuchung angefertigten Aufnahmen an einer Workstation aus und erstellt hiervon einen Befund-Bericht.In einem persönlichen Gespräch mit dem Arzt werden ihnen dann die Aufnahmen erklärt.Gleich im Anschluss können sie in der Regel den Bericht und die angefertigten Aufnahmen (auch als CD) mitnehmen. Ihr behandelnder Arzt erhält den Untersuchungsbericht gleichzeitig per Fax zugesandt.

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Wo liegen die Vorteile im Vergleich zu den Risiken?

Vorteile: In einem Untersuchungsgang kann der gesamte Körper dargestellt werden. Sollte sich in einer Körperregion etwas Auffälliges zeigen, kann dieses noch gezielt weiter abgeklärt werden.
Das gesamte Gefäßsystem kann untersucht werden. Ein virtuelle Coloskopie kann durchgeführt werden.
Bei der Suche z.B. nach Knochenabsiedelungen (Metastasen) kann auf ein zeitintensives und mit Strahlung verbundenes Skelettszintigramm verzichtet werden.

Risiken: Es sind keine Nebenwirkungen der MRT-Untersuchung bekannt.
Eine MRT ist während der ersten drei Monate einer Schwangerschaft möglichst zu vermeiden. In dieser Zeit ist der Ultraschall als Untersuchungsmethode vorzuziehen.
Für Menschen mit Platzangst kann die Untersuchung ein Problem darstellen.

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Was tun bei Platzangst?

Für Patienten mit Platzangst bieten wie jetzt auch die Offene Kernspintomographie an.

Für weitere Informationen zur offenen Kernspintomographie klicken Sie bitte hier.

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Wo liegen die Grenzen der Kernspintomographie?

Für die Abbildung feinster knöcherner Strukturen sowie zum Auschluss einer frischen Blutung im Kopf ist die Computertomographie besser geeignet.

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