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Das Prostatakarzinom ist der häufigste bösartige Tumor beim Mann (jährlich ca. 50.000 Neuerkrankungen). Nach Lungen- und Darmkrebs nimmt es die dritthäufigste Todesursache ein.

Es tritt mit zunehmenden Alter auf und ist in den frühen, nicht-metastasierten und heilbaren Stadien meist symptomlos. Die Behandlungsmöglichkeiten sind vielfältig. Sie reichen von der operativen Entfernung der gesamten Prostata bis hin zu engmaschigen Kontrollen, dem „active surveillance“.

Empfehlung der Fachgesellschaften

Die urologische Fachgesellschaft empfiehlt ein Screening mittels PSA-Bestimmung für alle Männer ab dem 50. Lebensjahr. Bei positiver Familienanmanese, d.h. wenn der Vater oder Bruder befallen sind, soll bereits ab dem 45. Lebensjahr untersucht werden, da dann bereits ein doppeltes Risiko vorliegt.

Dem gegenüber empfiehlt die Fachgesellschaft der Allgemeinmediziner kein aktives Screening des Prostatakarzinoms. Auf Anfrage des Patienten soll besonders auf die Konsequenzen der Überdiagnose und der Übertherapie hingewiesen werden.

Raus aus dem Dilemma

Diese unterschiedlichen Meinungen der Fachgesellschaften spiegeln die Komplexität im Screening und in der Diagnostik des Prostatakarzinoms. Wie sicher ist die Aussage eines PSA-Wertes oder das Ergebnis einer digitalen Untersuchung? Ist die Biopsie oder die Wiederholung einer Biopsie immer der nächste Schritt? Muss überhaupt behandelt werden? Je besser die Diagnostik ist, desto besser können die Entscheidungen bezüglich des weiteren Vorgehens getroffen werden.

Die multiparametrische Prostata-MRT leistet diesbezüglich einen wichtigen Beitrag. Sie schaut sich nicht nur die Struktur der Prostata im Detail an, sondern analysiert auch Veränderungen der chemischen Zusammensetzung (Spektroskopie), der Bewegung des Gewebewassers (Diffusion) und der Durchblutung (Perfusion). Damit lassen sich sowohl die Größe und Lokalisation des Tumors feststellen als auch dessen Aggressivität abschätzen. Mit ihr ist eine Steigerung der diagnostischen Genauigkeit auf ca. 92% möglich.

Empfehlung zur Prostata-MRT

Wir empfehlen die multiparametrische Prostata-MRT für Patienten

  • mit erhöhtem PSA-Wert (über 4,0 ng/ml), ansteigenden PSA-Werten oder unklarem Tastbefund
  • zur genauen Planung einer Gewebeprobe (Biopsie)
  • bei Tumorverdacht nach einer Gewebeprobeentnahme, bei der aber kein Tumor nachgewiesen werden konnte
  • bei gesichertem Prostatakarzinom zur Bestimmung des genauen Tumorausmaßes
  • zur Verlaufsbeobachtung
  • zur Überwachung therapeutischer Maßnahmen
  • für Patienten, die in der Vorsorge ein höchstes Maß an Sicherheit anstreben

Als erstes Institut weltweit wird in der Radiologie Ottobrunn die multiparametrische MRT der Prostata am „offenen Hochfeld-MRT Panorama“ und ohne rektale Spule durchgeführt. Sie dauert ca. 40 Minuten. Die Beurteilung erfolgt nach dem strukturierten Befundungsschema der PI-RADS-Klassifikation.

Eine spezielle Vorbereitung ist nicht erforderlich. Vor der Untersuchung bitten wir Sie allerdings möglichst wenig zu trinken und auf Kaffee, Tee und Nikotin zu verzichten.

Eine bereits durchgeführte Prostata-Biopsie sollte mehr als 6 Wochen zurückliegen.


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